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Griechenland aktuell - abseits der Schlagzeilen

Die in deutschen Massenmedien recht spärliche Berichterstattung aus und über Griechenland konzentriert sich in der Regel auf Schlagzeilen-Ereignisse. Die kleinen Alltagsnachrichten bleiben dagegen sogar auf einschlägig orientierten Webseiten weitgehend unberücksichtigt. Das hier geführte Griechenland-Blog ist deswegen vorrangig "sekundären" Meldungen gewidmet. Zugunsten der Übersichtlichkeit werden die Beiträge jeden Monat archiviert.

Hinweis: Alle Angaben, Berichte und Informationen werden ohne Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit und ohne jegliche Gewähr publiziert und können subjektive Ansichten und Einstellungen reflektieren.

Kinder müssen in Griechenland ab sofort bereits mit 4 Jahren zur Schule

Mit Wirkung ab dem Schuljahr 2007 / 2008 werden Kinder in Griechenland fortan in dem Jahr schulpflichtig, in dem sie ihr fünftes Lebensjahr vollenden (Stichtag ist der 31. Dezember), und müssen obligatorisch die Vorschule besuchen. In der Praxis wird folglich für viele Schulanfänger der "Ernst des Lebens" bereits im Alter von vier Jahren beginnen!

Laut der diesbezüglichen Erklärung der derzeitigen Bildungsministerin Marietta Giannakou folgt der Beschluss wissenschaftlichen Studien, gemäß denen "... die Erziehung während des Vorschulalters entscheidend zu dem schulischen Bildungsverlauf und der akademischen Entwicklung der Kinder sowie auch zu deren Anpassung an die sehr anspruchsvolle moderne Gesellschaft beiträgt ...". Weder die Ministerin noch die Studien erwähnen allerdings, dass wohl in keinem anderen europäischen Land dermaßen zahlreiche "angepasste akademische Hilfsarbeiter" anzutreffen sind wie in Griechenland ... .

(23.07.2007)

Eurostat bestätigt hohe Verbraucherpreise in Griechenland

Was den Griechen jeden Tag zu schaffen macht und die kontinuierlich steigende "offizielle Armenquote" von derzeit immerhin rund 25% der Gesamtbevölkerung schon lange nachhaltig reflektiert, bestätigen wieder einmal auch die Mitte Juli 2007 bekannt gegebenen Daten der Eurostat: obwohl das Einkommen der Hellenen nach wie vor erheblich niedriger liegt als in den "alten" EU-Staaten, erreichte in Griechenland inzwischen das Preisniveau bei Fleisch 91% (Bulgarien: 48%, Dänemark: 149%), bei Brot und Getreideprodukten 95% (Bulgarien: 41%, Dänemark: 150%), bei alkoholischen Getränken 109% (Bulgarien: 69%, Irland: 181%) und bei Milch, Molkereiprodukten und Eiern sogar sage und schreibe 138% (Polen: 67%, Zypern: 139%) des EU-Durchschnitts! Nur bei Tabakprodukten liegt in Griechenland das statistische Preisgefüge mit 73% (Litauen: 28%, Großbritannien: 205%) noch relativ niedrig, wozu jedoch anzumerken ist, dass zum Beispiel in Deutschland 20 Glimmstengel einschlägiger Billigmarken schon ab knapp 1 Euro, in Griechenland dagegen nicht unter 1,80 Euro erhältlich sind.

Touristen werden allerdings über diese - wenn auch äußerst bedenklichen - Daten nur müde lächeln können: nirgendwo in Europa ist inzwischen ein vergleichbar gestalteter individueller Urlaub kaum noch teurer als in Griechenland; von den gleichermaßen exotischen wie preisgünstigen Fernzielen mal ganz zu schweigen ... .

(16.07.2007)

Sommer in Griechenland - Traum oder Albtraum?

Im Land der Hellenen wiederholt sich jedes Jahr ab Ende Juni / Anfang Juli bis Ende September / Anfang Oktober das selbe Szenarium: Griechenland macht Urlaub! Was das im Einzelfall konkret bedeutet kann, mag sich anhand einiger markanter Beispiele jeder selbst ausmalen:

Vor und nach Wochenenden sowie auch urlaubstechnisch günstig gelegenen Feiertagen grassieren im Öffentlichen Dienst mysteriöse Epidemien, die zur Verwaisung ganzer Sektoren führen; Klartext: es wird - in der Regel völlig ungestraft - unverfroren "blau" gemacht!

Staatsdiener bekommen (oder nehmen sich) gegebenenfalls "Hitzefrei", unter anderem um Energie bei der Klimatisierung öffentlicher Einrichtungen zu sparen - was natürlich abgesehen von dem immensen volkswirtschaftlichen Schaden schon allein nur deswegen purer Blödsinn ist, weil jeder Frühheimkehrer, kaum zu Hause angekommen, die eigene Klimaanlage voll aufdreht!

Bei den so wie so schon sprichwörtlich unzuverlässigen "Halbstaatlichen" und "Gemeinnützigen" läuft im Sommer gar nichts mehr! Telefonleitung defekt? Kaufen Sie doch ein Handy! Strom weg? Besorgen Sie sich mal einen Generator! Kein Internet? Macht nix, Sie spielen ja so wie so nur damit herum!

Schmalspur-Lobbyisten verordnen - notfalls per einstweiliger Verfügung - ganzen Regionen verkürzte Ladenzeiten. Bezeichnenderweise stecken immer solche "Geschäftsleute" dahinter, die weniger um den eigenen Verdienst fürchten als auf den der anderen neidisch sind und dafür sorgen, dass um 14.30 Uhr die "Bürgersteige hochgeklappt" werden! Wer bis zu diesem Zeitpunkt seine Einkäufe nicht zu besorgen schaffte, muss bis zum nächsten Morgen warten.

Die allgemeine Gerichtsbarkeit  hängt in Griechenland spätestens gegen Mitte Juli die Waage an den Haken und nimmt den Dienst frühestens ab Mitte September wieder auf. Wenn es besonders heiß ist, auch schon mal früher oder später ... . Wie bitte, Sie wurden gerade in Untersuchungshaft genommen? Tja, Pech gehabt!

In Öffentliche Einrichtungen (wie unter anderem auch archäologische Stätten, Museen, Theater, die Akropolis in Athen usw.) häufen sich analog zur Temperatur diverse "Arbeitsniederlegungen", und auch öffentliche Verkehrsmittel (Reizbegriffe: "Fähren", "Olympic Airways") werden gerne ausgerechnet während der Haupt- und Urlaubssaison bestreikt ... .

Fazit: Sie sind wirklich ernsthaft darauf angewiesen, im Sommer zu einem bestimmten Datum / Termin / Zeitpunkt in Griechenland irgend etwas besorgen / tätigen / in Anspruch nehmen zu müssen? Vergessen Sie es: Griechenland macht Urlaub!

(11.07.2007)

Dienstaufsichtsbeschwerden ab sofort auch bei griechischen KEP

Ab sofort können in Griechenland Beschwerden über Beamte und Angestellte des Öffentlichen Dienstes und der Juristischen Personen des Öffentlichen Rechts auch bei jedem "Zentrum für Bürgerservice" (KEP = Kentro Exypiretisis Politon) vorgebracht und eingereicht werden. Wer sich also mit ungebührendem Verhalten, Verschleppung seiner Angelegenheit, Kooperationsverweigerung und sonstigen - im Staat der Hellenen nicht gerade seltenen - Verfehlungen griechischer Staatsdiener konfrontiert sieht, kann seine Beschwerde unter Umgehung des üblichen Dienstweges direkt beim nächsten KEP zu Protokoll geben. Dies dürfte nicht zuletzt auch für Touristen interessant sein ... .

(05.07.2007)

Hitzewelle und Waldbrände verursachen Katastrophe in Griechenland

Die während der zweiten Hälfte des Juni 2007 andauernde Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu über 40 Grad verursachte in Griechenland eine Reihe ernsthafter Probleme und Schäden. Bei der Stromversorgung führte der enorme Verbrauch zu zahllosen Ausfällen, und der ständig drohende totale Zusammenbruch des griechischen Verbundnetzes konnte nur durch regelmäßige Abschaltungen gerade noch abgewendet werden. Auch die Trinkwasserversorgung fiel vielerorts sporadisch oder gar dauerhaft aus.

Eine Katastrophe unsäglichen Ausmaßes verursachten jedoch die während der letzten Juniwoche überall in Griechenland auflodernden Waldbrände. Der Nationalforst in der Lage Parnitha bei Athen mit seiner einzigartigen Flora und Fauna gehört praktisch der Vergangenheit an: bisher brannten mehr als 2.500 Hektar der insgesamt etwa 3.800 Hektar umfassenden letzten "grünen Lunge" im Großraum Attika vollständig nieder, und etliche Brandfronten konnten immer noch nicht unter Kontrolle gebracht werden.

Abgebrannter Wald in Griechenland

Insgesamt loderten während der vergangenen Woche in Griechenland mehr als 500 Brandherde auf. Große und zum Teil noch nicht unter Kontrolle gebrachte Brände wüten unter anderem in den Gegenden bei Schimatari, Larissa, Thessaloniki und Chalkidiki. Schwer heimgesucht wurde auch das "grüne Paradies" des Höhenzuges Pilion, wo mehr als 2.000 Hektar mit Nadelwald und uralten Platanenbeständen den Flammen zum Opfer fielen.

Es gilt als erwiesen, dass etliche der verheerenden Brände auf Brandstiftung beruhen, und inzwischen kam es auch zu einschlägigen Festnahmen. Selbst wenn jedoch schließlich Täter überführt und verurteilt werden sollten, wird dies an der Zukunft der betroffenen Gebiete kaum etwas ändern.

(02.07.2007)

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